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Die Sache mit der Chronik ...

 

... ist gar nicht so einfach. Natürlich gibt es keine lückenlose Aufzeichnung seit der Gründung unserer Ortsmusik. Es existieren mündliche Überlieferungen, Zeitungsberichte und einige Dokumente, die auf die Geschichte unseres Vereines schließen lassen. Wir werden versuchen die letzten Jahrzehnte und Jahrhunderte nachzuzeichnen um unsere Chronik präsentieren zu können. Sollte das Eine oder das Andere nicht ganz so gewesen sein, so möge man es uns verzeihen ...

 
 
 

 

1870: Gründung einer kleinen Blaskapelle (8 Mann) durch den ehemaligen Militärmusiker Lubi. Da diese musikalische Gemeinschaft in der Region um Soboth die einzige dieser Art war, wurde auch in den Gemeinden ringsum aufgespielt. Näheres kann hierzu nicht berichtet werden, da es keine Zeitzeugen mehr gibt ...

1914: Mit Beginn des ersten Weltkrieges verstummten die Instrumente - erst ab 1920 wurde wieder aufgespielt. Herr Johann Woger, im Volksmund "der Posthansl" genannt, vergatterte wieder alle Musikinteressierten und bildete auch Jungmusiker aus.

1937: Die Musikkapelle war mittlerweile schon 10 Mann hoch. Die erspielte Gage wurde unter den Musikanten aufgeteilt.

1939: Mit Beginn des 2. Weltkrieges wurden die Instrumente wieder eingepackt.

 
 
 

 

1945: Wieder trommelte "der Posthansl" in der schweren Nachkriegszeit einige Musikanten zu einer kleinen Kapelle zusammen.

1950: Der Lehrer Franz Kühweider übernahm die Leitung der Musikkapelle. In seiner Ära spricht man schon von 22 aktiven Musikanten (wir hoffen, das ist kein Musikanten-Latein). Gespielt wurden seinerzeit schon Walzer, Polka, Märsche und Konzertstücke. Zu dieser Zeit spricht man auch erstmals von einem Verein mit dem Obmann Johann Gollob und Stellvertreter Alex Painsi.

1953: Franz Zach wird musikalischer Leiter.

1956: Johann Zach leitet die Gemeinschaft.

 
 
 

 

1962: Paulitsch Adolf wird Obmann und Franz Koller Kapellmeister bei einem Mitgliederstand von knapp 20 Mann.

1965: Neue Instrumente werden angeschafft.

1970: Neue Steireranzüge und Hüte werden als offizielle Tracht angekauft.

1972: Bezirksmusikertreffen des Bezirkes Deutschlandsberg in Soboth - man spricht auch vom 100sten Geburtstag der Ortsmusik. Man zählt 23 teilnehmenden Musikkapellen und ca. 500 Musiker. Sicher eines des größten Feste in Soboth zu dieser Zeit.

1977: Einweihung der neu gestalteten Sobother Bundesstraße - natürlich durch feierliche Umrahmung der Ortsmusik.

1982: Einweihung der neuen Tracht, welche auch heute noch nahezu das gleiche Aussehen hat.

Geprobt wurde in Gasthäusern, die Räume zur Verfügung stellten und in den achtziger Jahren in einem Klassenzimmer der Volksschule Soboth. Seit 1988 probt man im Mehrzweckraum der Gemeinde Soboth, was auch heute noch so ist.

 
 
 

 

1985: Hubert Koller, der jetzige Bürgermeister von Soboth, wird Kapellmeister. In seiner Ära wird ein kombiniertes Schlagzeug angekauft und erstmals in kleineren Gruppen auch modernere Rhythmen einstudiert.

1991: Bezirksmusikertreffen des Bezirkes Deutschlandsberg in Soboth.

1995: Franz Gollob wird Obmann der Ortsmusik und Berthold Pansi Kapellmeister. Diese beiden führen auch heute noch sehr erfolgreich den Verein. In ihrer Ära ist die Mitgliederanzahl vor allem auch durch verstärkte Jugendarbeit auf 36 aktive Mitglieder gestiegen. Nicht umsonst spricht man davon, dass 10% der Sobother Bevölkerung ein Instrument bei der Ortsmusik spielen.

Das musikalische Repertoire reicht heute von Märschen, Walzer, Polka bis hin zu Schlager, Pop und lateinamerikanischen Rhythmen.

Wir hoffen, dass noch viele Jahreszahlen und Ereignisse dieser Chronik folgen werden ...

 

 
 

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